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Internet Governance 2003: ICANN in der Reform 4. Tagung des ICANN Studienkreis
Eine Konferenz des ICANN
Studienkreises
in Kooperation mit nic.at
GmbH Salzburg und SWITCH Zürich
Am 15. Dezember 2002 hat das ICANN Direktorium seinen lang diskutierten Reformplan verabschiedet. Mit der Reform will sich die globale Internet Corporation an Kopf und Gliedern erneuern und auf die veränderten Prioritäten in der Weltpolitik reagieren. Statt dem Konzept der Internet-Selbstverwaltung“, dass bei der Gründung von ICANN im Jahr 1998 Pate stand, präsentiert sich ICANN 2.0 als eine „Public Private Partnership“, bei der die nationalen Regierungen ein erheblich grössres Mitspracherecht haben. Auch die Zusammensetzung des ICANN Direktoriums und die Struktur der Supporting Organisations (SOs) hat sich geändert. Ein neues „Nominating Committee“ wird zukünftig acht Direktoren auswählen, direkte Wahlen finden nicht mehr statt. Die bisherige Domain Name Supporting Organisation (DNSO) spaltet sich in zwei eigenständige SOs, je eine für die gTLDs und die ccTLDs. Stark reduziert wurde der Einfluss der Internet Nutzer. Sie haben keine Direktoren mehr, können aber über ein neues „At Large Advisory Committee“ (ALAC) eine „Liaison“ in das Direktorium entsenden. Mit den Beschlüssen von Amsterdam sind keineswegs alle Fragen gelöst. Offen sind z.B. nach wie vor die Beziehungen von ICANN zu den regionalen Address Registries (RIRs) und den Länderregistries (ccTLDs). Unklar ist Status, Zusammensetzung und Finanzierung der „Regionalen At Large Organisations“ (RALOs). Die Liste der offenen und meist auch kontroversen Punkte ist nach wie vor lang. ICANN hat sich selbst ein Jahr für die Implementierung des Reformkonzepts gegeben. Die 4. Tagung des ICANN Studienkreises beschäftigt sich mit dem Thema „ICANN in der Reform“. Im zentrum der Diskussion steht die Frage, wie das Konzept der "Public-Private-Partnership" sowohl im globalen wie im nationalen Rahmen ausgestaltet werden kann. Diskutiert wird über das Maß an Selbstregulierung durch die Anbieter und Nutzer von internetdiensten und die Rolle von Regierungen. Hinterfragt wird, ob mit der weiteren Entwicklung des Internet neuer Regelungsbedarf für die Verwaltung der Internet-Kernressourcen entsteht oder ob legislative Massnahmen eher nachteilige Wirkungen für eine dynamische Weiterentwickung des Internet, seine Stabilität und Effektivität haben. Vorträge und Diskussionen
zur Sicherheit des Internet, zur Erweiterung des Namensraumes, zur .eu
Domain und zur Globalisierung des Rechts druch das Internet runden das
Tagungsprogramm ab. Vint Cerf, einer der Väter des Internet und gegenwärtig
Vorsitzender des ICANN Direktoriums, wird als „Key Note Speaker“ erwartet
und steht für Fragen und Antworten zur Verfügung.
Die Teilnehmerzahl ist auch dieses Jahr wieder auf 150 begrenzt (first come, first served). Sie können sich ab sofort unter Nutzung des elektronischen Anmeldungsformulars registrieren lassen. Hotel-Reservierungen koennen
unter dem Link Hotel vorgenommen werden.
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